VIELFALTER-BLOG

Vortragsankündigung “Haie – vom Jäger zum Gejagten der Weltmeere”

Vortrag im Rahmen des Internationalen Jahres der Biologischen Vielfalt

in Kooperation zwischen dem Museum für Naturkunde und
dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung

Mittwoch, 7. Juli 2010, 19.00 Uhr

Prof. Dr. Boris Worm, Dalhousie University, Halifax, Kanada

Haie – vom Jäger zum Gejagten der Weltmeere

Haie spielen in den Weltmeeren eine wichtige ökologische Rolle. Die Überfischung dieser Artengruppe stellt ein ernsthaftes Problem dar und man arbeitet fieberhaft an Lösungsansätzen zu ihrem Schutz.

Der Meeresbiologe Boris Worm hat in den letzten Jahren internationales Aufsehen durch seine Abschätzung zum Rückgang der weltweiten Fischbestände erregt. 1969 in Frankfurt am Main geboren, studierte und promovierte er an der Universität Kiel im Fach Biologische Meereskunde, Zoologie und Meereschemie. Nach Abschluss seiner Dissertation im Jahr 2000 zum Thema „Der relative Einfluss von Konsumenten und Ressourcen auf Nahrungsnetze an Felsküsten” ging er zunächst im Rahmen eines Emmy Noether-Stipendiums der DFG an die Dalhousie University im kanadischen Halifax, wo er 2004 im Bereich Marine Conservation Biology habilitiert wurde. Im gleichen Jahr erhielt der Meereswissenschaftler für seine Analysen zur Überfischung und Artenvielfalt den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis der DFG. 2007 wurde Worm mit dem Elisabeth-Mann-Borgese-Preis für Meeresforschung des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet.

Der Eintritt ist frei – wir bitten um eine Anmeldung unter: evolution@mfn-berlin.de

Ort: Museum für Naturkunde, Invalidenstr. 43, 10115 Berlin

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Verhandlungen zu globaler Biodiversitätsplattform erfolgreich

von Wolfgang Cramer

Es gibt nun eine Vereinbarung zur Einrichtung einer “globalen Plattform für Biodiversität und Ökosystemfunktionen” (“Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services” – IPBES). Diese soll wissenschaftliche Sachstandsberichte zu politikrelevanten Aspekten der Biodiversität erstellen, ähnlich dem sogenannten “Weltklimarat” IPCC.

In Busan, Südkorea, sind am 11.6.2010 die fast zweijährigen Verhandlungen erfolgreich zu Ende gegangen. Bob Watson, einer der früheren Vorsitzenden des IPCC, der den Prozess massgeblich angetrieben hatte, betonte, wie wichtig es sei, dass sich IPBES nicht als Politikorgan sondern als Berater der Politik verstehe, und dass – wie beim IPCC – die Aussagen politikrelevant, nicht aber politik-definierend sein sollen. Anne Larigauderie, die Direktorin von DIVERSITAS International, begrüsste die Vereinbarung – sie bedauerte aber in einem Interview dass Fragen an IPBES nur von Regierungen formuliert werden dürften, nicht aus der Öffentlichkeit.

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Termin-Erinnerung

Am morgigen Donnerstag, 3. Juni, findet um 18.30 Uhr eine Akademievorlesung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (bbaw) statt. Thema sind “Unsicherheiten im globalen und regionalen Klimawandel”, es tragen vor:  Jost Heintzenberg vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung und Eberhard Schaller von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Beide sind Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe “Globaler Wandel – Regionale Entwicklung” an der bbaw.  Eintritt ist frei, Anmeldung nicht erforderlich.

Josef Zens
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